Windows-Tipps 3. Mai 2026 · 5 Min. Lesezeit

Windows 10 End of Support: Was jetzt tun?

Seit dem 14. Oktober 2025 stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10 bereit. Wer noch mit Windows 10 arbeitet, sollte jetzt handeln – bevor es zu spät ist.

Windows 10 End of Support

Was bedeutet „End of Support" genau?

Microsoft hat für jedes Windows-System ein festes Supportende. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr – das heißt, neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Für Windows 10 war dieses Datum der 14. Oktober 2025.

Das klingt abstrakt, hat aber konkrete Folgen: Jede Sicherheitslücke, die nach diesem Datum bekannt wird, bleibt dauerhaft offen. Hacker wissen das und suchen gezielt nach Rechnern mit veralteten Betriebssystemen.

Wie gefährlich ist es, Windows 10 weiterzunutzen?

Das Risiko wächst mit der Zeit. Im ersten Monat nach dem Supportende passiert meist noch nicht viel. Aber über Monate und Jahre werden Lücken bekannt, die nie gepatcht werden. Besonders gefährlich sind:

  • Ransomware-Angriffe, die bekannte Windows-Lücken ausnutzen und Dateien verschlüsseln
  • Trojaner, die sich über den Browser einschleusen
  • Identitätsdiebstahl durch ausgespähte Passwörter und Zugangsdaten

Wer seinen PC nur zum Surfen und für E-Mails nutzt, ist besonders gefährdet – denn genau diese Anwendungsfälle sind die häufigsten Einfallstore.

Wichtig: Ein Antivirus-Programm ersetzt kein aktuelles Betriebssystem. Es kann viele Bedrohungen erkennen, aber keine Lücken im Betriebssystem selbst schließen.

Kann mein PC Windows 11 ausführen?

Windows 11 hat deutlich strengere Anforderungen als Windows 10 – nicht jeder Rechner kann das Update durchführen. Die zwei wichtigsten Voraussetzungen:

  • TPM 2.0 – ein Sicherheitschip, der in den meisten PCs ab 2017 verbaut ist, aber manchmal im BIOS deaktiviert ist
  • 64-Bit-Prozessor aus dem 8. Generation Intel Core oder Ryzen 2000-Serie aufwärts

Microsoft bietet ein kostenloses Tool namens „PC-Integritätsprüfung" an, das in Sekunden prüft, ob Ihr Gerät kompatibel ist. Alternativ schaue ich das für Sie an – oft sind PCs kompatibel, die auf den ersten Blick nicht so aussehen (weil TPM nur deaktiviert war).

Was tun, wenn der PC Windows 11 nicht unterstützt?

Das ist die häufigste Situation, die ich in Windhagen und Umgebung antreffe: Der Rechner ist 6–8 Jahre alt, läuft gut – aber Windows 11 ist nicht möglich.

Dann gibt es drei sinnvolle Optionen:

  • Option 1 – Neukauf: Ein neuer Einsteiger-PC kostet heute 350–500 Euro und läuft problemlos mit Windows 11. Für Privatkunden oft die sicherste Lösung.
  • Option 2 – Linux: Für einfache Aufgaben wie Surfen, E-Mail und Schreiben ist Linux eine kostenlose, sichere Alternative. Nicht für jeden – aber eine ernsthafte Option.
  • Option 3 – Extended Security Updates: Microsoft bietet für Privatnutzer das erste Jahr nach Supportende kostenlose „Extended Security Updates" (ESU) an. Das kauft Zeit, ist aber keine Dauerlösung.

Meine Empfehlung

Prüfen Sie zuerst, ob Ihr PC Windows 11 unterstützt. Wenn ja, führen Sie das Upgrade durch – es ist kostenlos und dauert etwa eine Stunde. Wenn nicht, lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Option für Sie am besten passt. Ein veraltetes Betriebssystem ist das größte IT-Sicherheitsrisiko, das ich bei Privatkunden und kleinen Betrieben in der Region sehe.

Noch Windows 10 im Einsatz?

Ich schaue mir das kostenlos an – ob Upgrade, Neukauf oder Linux die richtige Entscheidung ist.

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